Appcelerator will BlackBerry 10 mit Titanium unterstützen

Während RIMs neuer CEO Thorsten Heins gestern auf der BlackBerry World erste Entwicklergeräte für das kommende BlackBerry 10 angekündigte, kommt der eigentlich spannendere Ausblick von ganz anderer Seite.  Appcelerator will den Plattform-Support seiner vielversprechenden Entwicklungsumgebung Titanium Studio für Cross-Platform-Apps um BlackBerry 10 erweitern.

Die seit gestern verfügbaren „Alpha“-Entwicklergeräte entsprechen noch nicht den künftigen BlackBerry 10 Geräten. Ist das Fehlen einer HW-Tastatur dennoch als Signal zu verstehen? Entwickler können auch mittels Simulator auf VMware-Basis erste Gehversuche in der neuen BlackBerry-Smartphone-Welt unternehmen. Leider beinhaltet der Simulator (hier einmontiert) bisher noch keine der auf der BlackBerry World vorgestellten Features wie dem Touch-Keyboard mit neuartigen Gesten.

Titanium Studio ermöglicht derzeit eine plattformübergreifende App-Entwicklung für Apple iOS und Google Android primär auf Basis von Javascript. Die resultierenden Apps werden in nativen Code der unterstützten Betriebssysteme umgewandelt und nutzen das plattformspezifische UI. Die jüngste Ankündigung von Appcelerator nährt die Hoffnung, heute mit Hilfe von Titanium entwickelte Apps für die beiden populärsten mobilen Betriebssysteme mit überschaubaren Aufwand künftig ebenso „nativ“ für BackBerry 10 anbieten zu können. Auch SAP setzt in seiner mobilen Strategie unteranderem auf Titanium. Damit empfiehlt sich die Entwicklungsumgebung zunehmend für den Unternehmenseinsatz.

Appcelerators Bemühungen als dritte Plattform aktuelle BlackBerries (OS 5 bis 7) zu unterstützen, ist bisher nicht über ein Beta-Stadium hinausgekommen und wird mit der offiziellen Ausrichtung auf BlackBerry 10 wohl auch nicht weiter verfolgt (Jeff Haynie: Thoughts from BlackBerry World 2012). Mit dem Sprung von BlackBerry 7.x auf BlackBerry 10 vollzieht RIM einen Schnitt auf fast allen Ebenen.

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